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21. August - 3. Oktober 2009 (verlängert)

Mi-Sa 14-19 Uhr sowie nach Absprache


Farbe als konkrete Sprache. Schon seit langem arbeitet Matthias Kanter (*1968 in Dessau) an einem „Vokabular“ und einer „Grammatik“ der Farben. Bildthemen oder der inhaltliche Gegenstand der malerischen Arbeit zielt auf ein Gegenüber ab, das vor allem auf seine „sinnliche“ Informationen hin untersucht wurde. Sein Kopf recherchierte – Augen, Nase und Ohren sammelten Informationen. Und spätestens im malerischen Prozess zerfiel die intellektuelle Konstruktion und formierte sich neu im Bild. Das Bewusstsein gibt natürlich nicht auf und versucht alle neuen Erfahrungswerte für subtilere Konstruktionen zu nutzen. Das Scheitern wird weniger schmerzhaft, der Maler lernt vom Bild. Neue Erfahrungen verbinden sich mit den Abgespeicherten fast ohne Zutun. Irgendwann war klar - wichtig ist das “Wie“ - und gefischt wird im Strom der nonverbalen Informationen. Die Arbeit eines Peter Zumthor, Luca Turin, Pascal Comelade oder Howard Hodgkin sowie malerische Positionen Italiens aus dem 15. Jh. u.a. von Giovanni Bellini oder Fra Angelico waren für Matthias Kanter wesentliche Anregungen, um sich der formbildenden Kraft dieser Informationsquellen bewusst zu werden. In den aktuellen Arbeiten konzentriert sich Matthias Kanter noch intensiver auf die direkte Umsetzung „sinnlicher“ Phänomene mit malerischen Mitteln.

Ein Duft visualisiert sich in einem landschaftlichen Raum? Räume können sich überlagern und dekonstruieren? Zonen voller konkreter Formen neben Waben und Löchern? Malerei als Prozess der Formentstehung, Bildwerdung und materielle Spur eines Erlebnisses? Farbe als konkretes Kommunikationsmittel?

Fragen und wohl ein längerer Weg, deshalb „AROMA I“.