L.O.O.P.


Mike Strauch


29. April – 29. Mai 2016

Vernissage
am Freitag, dem 29. April, um 18.30 Uhr

Liebe Freunde der Galerie AG,
Liebe Freunde der Galerie Radike | Kittelmann,
wir eröffnen am 29.04.2016 nach einer zweimonatigen Pre-Opening Phase ganz offiziell und starten die Kooperation beider Galerien.

Zum Auftakt freuen wir uns sehr auf die Einzelausstellung »L.O.O.P.« mit neuen Bildern und bislang nicht gezeigten Zeichnungen von Mike Strauch.
Hierzu laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Der Künstler ist anwesend.









Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 11 – 18 Uhr
Sonntag 12 – 17 Uhr
telefonisch jederzeit nach Absprache

AMERCAN DREAM


Gunnar Borbe
Thomas Fißler
Christian Schönwälder
Mike Strauch


19. Juni – 29. August 2015

Vernissage
am Freitag, dem 19. Juni, um 18 Uhr

Midissage mit Künstlergespräch
am Freitag dem 10. Juli, um 18 Uhr









Wir freuen uns, Sie zu unserer Ausstellung AMERICAN DREAM
mit Werken von Gunnar Borbe, Christian Schönwälder, Mike
Strauch und Thomas Fißler begrüßen zu dürfen.
Gunnar Borbe, o.T. (aus der Serie "Freizeit")
Diasec, 55 cm x 80 cm, Auflage 5, 2013









Öffnungszeiten
Do - Fr 15.00 – 18.00 Uhr
Sa 11 - 13 Uhr
sowie jederzeit nach Absprache

WEITE


Peter Klitta


27. Februar – 24. Mai 2015

Vernissage
am Freitag, dem 27. Februar, um 18 Uhr





Wir freuen uns, Sie in unserer Ausstellung
WEITE von Peter Klitta begrüßen zu dürfen.
Peter Kllitta, Ziegelinnensee, 70 x 50 cm
Öl auf Leinwand, 2013





Öffnungszeiten
Do - Fr 15.00 – 18.00 Uhr
Sa 11 - 13 Uhr
sowie jederzeit nach Absprache

HOMMAGE


Oskar Manigk


5. Dezember 2014 – 14. Februar 2015

Vernissage
am Freitag, dem 5. Dezember, um 18 Uhr

anschließend

EDITIONEN – Weihnachtsparty der Künstler
der Galerie







Wir freuen uns, Sie in unserer Ausstellung
HOMMAGE Oskar Manigk begrüßen zu dürfen.
Oskar Manigk, o.T., Acryl auf Papier
75 x 108,5 cm, 1990








Öffnungszeiten
Do - Fr 15.00 – 18.00 Uhr
Sa 11 - 13 Uhr
sowie jederzeit nach Absprache

WALD BOIS


Gunnar Borbe
Thomas Fißler
Matthias Kanter
Peter Klitta
Christoph Rodde
Andreas Sachsenmaier
Christian Schönwalder
Mike Strauch
Andreas Kempe


29. August – 29. November 2014
Ausstellung verlängert

Vernissage
am Freitag, dem 29. August, um 18 Uhr

Lesung mit Christian Lorenz
am 7. November um 19.30 Uhr.



Wir freuen uns, Sie in unserer Ausstellung WALD BOIS begrüßen zu dürfen.

Einladung zur Lesung anläßlich der aktuellen Ausstellung.

Der Schweriner / Hamburger / Woseriner Autor Christian Lorenz veröffentlichte vor Kurzem den anspruchsvollen Thriller [identität] bei Midnight@Ullstein. Er ist ein kundiger Freund der Natur, insbesondere des Waldes, der in [identität] eine große Rolle spielt. Nicht nur, weil eine Hauptperson Förster ist.

Aus den „waldigen“ Passagen liest Christian Lorenz am 7. November um 19.30 Uhr.
Detail (l):Andreas Kempe, Waldinneres #13, 61 x 92 cm Zeichnung, Monotypie auf Pigmentdruck, 2013
Detail (r):Andreas Sachsenmaier, Waldstück,
140 x 65 x 45 cm, Einkanal Soundinstallation, 2005













Do - Fr 15.00 – 18.00 Uhr
Sa 11 - 13 Uhr
sowie jederzeit nach Absprache

A U F L Ö S U N G


Andreas Sachsenmaier


Vernissage
am Freitag, dem 7. März um 18 Uhr

Midisage und Künstlergespräch
am Freitag, dem 4. April um 18 Uhr
In seinen in letzter Zeit entstandenen Werken konzentriert sich der Konzeptkünstler Andreas Sachsenmaier medial auf Papierarbeiten. Er verwendet Fotografien, die er durch punktförmige Perforationen entfremdet. Dem Betrachter erscheint das ursprüngliche Objekt durch sein Negativ, auf diese Weise werden verschiedene kontextuelle Herangehensweisen möglich: Entschwindet ein Gegenstand scheinbar vor den Augen des Betrachters, so wird er diesen nicht nur in seiner visuellen Perzeption zu halten suchen, sondern ihn auch in seiner übertragenen, inhaltlichen Präsenz und Bedeutung erneut vergegenwärtigen – wie den sich auflösenden „Neubaublock“ aus der Serie Places.
In der Serie Leadership analysiert der Künstler akribisch die Mechanismen der Macht. Lösen sich durch Perforation die individuellen Züge einzelner Diktatoren auf, bleiben Gesten und Insignien der Macht erhalten. In der parallel zum historischen Verblassen des einzelnen Staatsoberhauptes wirkenden Auflösung individueller Züge werden die subtilen, psychologischen Komponenten der Macht sichtbar, das verführerische Potential, ihr Charisma oder auch ihr Horror offenbar.
Analog zur Serie Leadership untersucht der Künstler in der Serie Cover die suggestiven Mechanismen der Werbung und nimmt damit ein Thema wieder auf, mit dem er sich bereits in den Videoinstallation Garten der Lüste (heute Staatliches Museum Schwerin) und L’Ultima Cena aus dem Jahre 2004 beschäftigte. Mittels Klanginstallation animierte er Protagonisten aus Werbesequenzen, die in einem Loop interagieren. Die Personata des Abendmahls von Leonardo da Vinci ersetzte er durch weibliche Stereotype aus der Werbung. Auf diese Weise hinterfragt er nicht nur suggerierte Idealbilder der Werbung, sondern auch das über 2000 Jahre transportierte patriarchalisches Bild der christlichen Religion. Das auratische Element von Religionen wird ebenso in Sachsenmaiers Werk Untitled (four Plates) thematisiert. Er verwendet hier weiße, neutrale Porzellanteller, deren ausgeschnittene Zentren die Silhouetten von Religionstiftern zeigen. Der eigentliche Teller als metaphorischer Träger der Konsumierung von Religion wird so zum auratischen Heiligenschein.
Die konsequente Analyse von Verführungsmechanismen, in direkter oder subtiler Weise, kann als konzeptuelle Klammer in Andreas Sachsenmaiers Werk verstanden werden.
Andreas Sachsenmaier Website www.a-sachse.de
Mehr
Andreas Sachsenmaier, "Neubaublock"
perforierter Pigmentdruck, farbiges Papier, 2012



7. März – 10. Mai 2014

Do - Fr 15.00 – 18.00 Uhr
Sa 11 - 13 Uhr

Andreas Barth
Gunnar Borbe
Andrea Engelmann
Thomas Fißler
Nancy Jahns
Matthias Kanter
Andreas Kempe
Peter Klitta
Melanie Kramer
Ulrike Köppinger
Beba Lindhorst
Knut Maron
Fernando Nino-Sanchez
Henning Penske-Chigir
Christoph Rodde
Andreas Sachsenmaier
Christian Schönwälder
Mike Strauch
André Tempel
Karin Witte

P R Ä S E N T 2 0


Wir freuen uns Sie zur Eröffnung der Ausstellung am 13. Dezember um 18 Uhr in unseren Galerieräumen in der Münzstraße begrüßen zu können.



Öffnungszeiten
Do - Fr, 15:00 - 18:00 Uhr
Sa 11:00 - 13:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Mehr

















Vernissage
Freitag, dem 13. Dezember 2013
Ausstellung
14. Dezember - 26. Januar 2014

R E A D Y !!


Andreas Barth
Thomas Fißler
Matthias Kanter
Peter Klitta
Christoph Rodde
Andreas Sachsenmaier
Christian Schönwälder
Mike Strauch


24. Oktober - 28. November 2013
Vernissage am Freitag, dem 24. Oktober 2013
verlängert bis 11. Dezember
Abb.: (Detail) Mike Strauch, Fertig, Edding und Buntstift auf Papier, 50 x 70 cm, 2013


In der Ausstellung „FERTIG !!" zeigen die Künstler der Galerie einen sehr persönlichen Werkansatz, der eine der wichtigsten Behauptungen künstlerischer Arbeit ausmacht: Wann ist ein Werk beendet? Fertig, Unfertig, Zufall oder absichtsvolle Entscheidung? Freuen Sie sich auf sinnlich erfahrbare Diskussionsbeiträge und Fragestellungen. Die genaue Bestimmung dieses scheinbar flüchtigen Moments ist sicher eines der wichtigsten Gestaltungsmittel des Künstlers - seine Bedeutung wirkt jedoch weit in unser aller Leben hinein. Aus diesem Anlaß würden wir uns freuen Sie am 24. Oktober 2013 in unseren Galerieräumen in der Münzstraße begrüßen zu dürfen.
Öffnungszeiten
Do - Fr, 15:00 - 18:00 Uhr
Sa 11:00 - 13:00 Uhr

SPLISH SPLASH


Andreas Barth
Matthias Kanter
Peter Klitta
Thomas Fissler
Christoph Rodde
Christian Schönwälder
Andreas Sachsenmaier
Elisabeth Sonneck

2. August - 6. Oktober 2013
Vernissage am Freitag, dem 2. August 2013
Öffnungszeiten
Do - Fr, 15:00 - 18:00
Sa, 11:00 - 13:00

FUTURO
Georg Parthen - Mike Strauch

10. Mai - 14. Juli 2013

Vernissage Freitag, dem 10. Mai um 18:00
Öffnungszeiten
Mi - Fr, 12:00 bis 18:00
Sa, 11:00 bis 15:00

DAKOTA BAR - Knut Wolfgang Maron

8. März - 5 Mai 2013

Britischer Abend am 26. April um 18:00 mit
Filmvorführung und Vortrag
Drowning by Numbers - Peter Greenaway
in Kooperation mit dem Filmkunstfest MV
und der Deutsch-Britischen Gesellschaft MV


Vorschau

Futuro
Georg Parthen - Mike Strauch
10. Mai - 14. Juli. 2013
Vernissage am Freitag, dem 10. Mai um 18:00
Die Galerie AG für zeitgenössische Kunst, Schwerin, zeigt ab dem 8. März Dakota Bar mit Werken von Knut Wolfang Maron aus den Zyklen Dakota Bar, barns and rotten cars und Von Profanem und Heiligem. Es ist die die subjektive, persönliche Betroffenheit, die aus einem Objekt einen Gegenstand von sakraler Bedeutung oder alltäglicher Bellanglosigkeit macht. Maron hinterfragt in seinen Arbeiten diese Ambivalenz und irritiert auf diese Weise bewusst den kulturellen Kontext des Betrachters. Durch das Augenmerk des Künstlers verwandelt sich Profanes zu Heiligem und umgekehrt.

In seinem Zyklus Dakota Bar, barns and rotten cars wendet Knut Maron die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die abstrakte Schönheit verfallender Scheunen und Automobile Amerikas. Im Gegensatz zu den Ikonen der amerikanischen Photographie wie Walker Evans oder Stephen Shore wählt er die direkte Nahsicht und verzichtet so bewusst auf das Pathos einer weiten, amerikanischen Landschaft. Den vergehenden, ehemaligen „Cruisern“ der 50er und 60er Jahre fehlt daher jedwede pittoreske Nostalgie. Vielmehr fokussiert Maron den Blick auf die Ästhetik von Strukturen und Farben verrostender, ausbleichender, geborstener Oberflächen und raumgreifender Vegetation. Die Form einer Scheune, den Kühler eines Fords oder das weggeworfene Ladenschild DAKOTA BAR verankern assoziativ die Komposition in Amerika. Susan Sontag schrieb in ihren Essays „On Photography“, dass die Photographie die amerikanische Ungeduld mit der Realität zum Ausdruckt brächte. Marons Kompositionen sind fern von flüchtigen „Schnappschüssen“. Sie bieten einen entschleunigten, sehr europäischen Blick auf die Vergänglichkeit des Amerikanischen Traums.
"Das Universum Knut Marons überrascht weder durch befremdende Formen noch durch neue Sujets. Seine tiefgreifende Andersartigkeit ist nicht mehr Ergebnis eines Abweichens von den bisher zulässigen Grenzen der Kunst. Sie resultiert vielmehr aus einer meditativen Rückkehr der Kunst zu sich selbst, aus einer Vertiefung ihrer zeitlosen Wahrheiten."
Jean-Claude Lemagny


Knut Wolfgang Maron studierte an der Folkwangschule in Essen in der Klasse Prof. Dr. Otto Steinert und Prof. Erich vom Endt gemeinsam mit Gosbert Adler, Joachim Brohm und Andreas Gursky. Wesentliche Prozesse der Auseinandersetzung unter den Folkwangschülern spielten sich dabei im Farblabor der ersten, von Erich vom Endt an einer deutschen Hochschule, konzipierten professionellen Farbfotoabteilung ab. Erste Farbarbeiten Marons von 1979 stellte Ute Eskildsen bereits 1981 im Museum Folkwang aus. Knut Maron erhielt neben zahlreichen Stipendien und Preisen bereits 1993 den Leopold Godowsky Jr. Award für Farbfotografie des Photographic Resource Centers, Boston USA. Knut Maron ist in zahlreichen Sammlungen vertreten u.a. im Museum Folkwang, Essen im Museum Ludwig, Köln in der Staatsgalerie Stuttgart , dem Maison Européen de la Photo , Paris der Bibliothèque Nationale de France, Paris, dessen Direktor der Photoabteilung, Jean-Claude Lemagny, obiges Zitat zu Marons Bildern über Landschaften verfasste.

Derzeit ist im Staatlichen Museum Schwerin ebenso die große, retrospektive Ausstellung „Ein Leben“ – Knut Wolfgang zu sehen.
Vernissage am Freitag, dem 8. März 2013 um 18:00
Midissage und Künstlergespräch am Freitag, dem 12. April 2013 um 18:00
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 12 – 18 Uhr
Samstag 11 – 14 Uhr

New Ground

Wir sind umgezogen!
Am neuen Ort mit Werken unseres neuen Mitglieds
Christian Schönwälder

7. Dezember 2012 - 10. Februar 2013
verlängert bis zum 3. März 2013
Vernissage am Freitag, dem 7. Dezember 2012, um 18 Uhr
Midissage und Neujahrsempfang am Freitag,
dem 11. Januar 2013, um 18 Uhr

neue Öffnungszeiten!
Mittwoch bis Freitag 12 – 18 Uhr
Samstag 11 – 14 Uhr

Double Escort

mit Werken von
Andreas Barth, Matthias Kanter und Elisabeth Sonneck
28. September – 25. November 2012

Vernissage
am Freitag, dem 28. September 2012,um 18 Uhr

Gespräch mit den Künstlern
am Freitag, dem 26. Oktober 2012,um 18 Uhr

Galerie AG für zeitgenössische Kunst
Öffnungszeiten Freitag 14 – 18 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr,
sowie jederzeit nach Absprache
+49 (0) 163 3254 781


Double Escort
Mit Double Escort stellen wir drei Positionen im Bereich der Farbmalerei vor, die zwischen konkreter Malerei, konzeptueller Kunst und assoziativer Abstraktion variieren.
Andreas Barths bedient sich für seine Leinwandarbeiten in Diptychen vorgefundener Farben, Couleurs trouvées, die er im Raum positioniert – man könnte insofern in diesem Zusammenhang von Farb-ready-mades im Sinne von Marcel Duchamp sprechen. Die Acryllacke bringt er in mehreren Schichten in perfekter Sättigung auf die Leinwände mit Rollen auf und verzichtet so bewusst auf jedwede Spuren eines individuellen malerischen Pinselduktus. Entscheidend sind die Relation der beiden Farben untereinander, die Proportion der Leinwände zueinander und ihre Hängung im Raum. Mit der Reduktion der chromatischen Mittel fokussiert er den Blick des Betrachters auf minimale Veränderungen hinsichtlich der energetischen Wirkung der Farbe. Zwei perfekt angeschlagene Töne, die in ihrer Korrelation oder ihrem Zusammenspiel im Raum weiterklingen.
Auch Elisabeth Sonneck greift für ihre Leinwandarbeiten auf eine klare Methodik zurück, in deren Rahmen sie in empirischer Weise chromatische Möglichkeiten auslotet. Sie verwendet quadratische Leinwände, deren Format der Reichweite ihres individuellen Pinselstriches entsprechen. Für eine Serie von mehreren Tafelwerken mischt sie eine Tonskala, die in allen Werken der Reihe gleich bleibt. Sie nutzt diese verschiedenen Farbtöne wie die Töne eines Werkes der Zwölftonmusik, das dieselbe Reihe von Tönen in wechselnder Reihenfolge, Richtung und Transponierung variiert. Wie für Arnold Schönberg die Methodik der 12-Tonmusik stellt für Elisabeth diese Herangehensweise ein Mittel der ästhetischen Befreiung dar. Auf solche Weise erforscht sie das Zusammenspiel der Töne oder Farben innerhalb einer Reihe, die einzelnen Arbeiten sind jedoch vollkommen autark und nicht etwa als Serie aufzufassen. Durch ihre Technik, Ölfarbe feucht in feucht zu verwenden, kann sie auf ein breites Spektrum von Lasuren, deckenden Bereichen, Verschleifungen und Ausreibungen aus tiefer gelegene Farbschichten zurückgreifen. Die Farbtöne vibrieren auf der Leinwand wie eine Stimmgabel, die über einen bestimmten Bereich ausschlägt. Seit 2009 arbeitet sie mit variierenden Pinsellängen, die in unterschiedlichem Abstand vom Rand der Leinwand zurückweichen oder diesen scheinbar zu erreichen suchen, was dem individuellem Empfinden des Betrachter gezollt ist, ebenso wie dessen Assoziation auf das Kolorit der verschiedenen Arbeiten.
Matthias Kanter beschäftigt sich seit langem mit dem sinnlich individuell empfundenen Wert von Farbe. Seine Leinwandarbeiten halten eine „produktive Balance zwischen Bildautonomie und assoziativem Verweis auf eine außerbildliche Realität“. In der konzeptuellen Arbeit Strand erforschte er seriell mit dem immer gleichen Motiv eines Strandkorbes in chromatischer Variation die individuelle Identifikation mit einer bestimmten Farbskala. Ausstellungen wie Aroma verdeutlichen Kanters Interesse an der energetischen Wirkung von Farbe, die über die reine visuelle Empfindung hinausreicht und von individuellen Erinnerungen bedingt ist – vergleichbar der Arbeiten von Howard Hodgekin. Mit seiner Technik Acryl in Wasser verdünnt zu verwenden erreicht er die Transparenz und starke Leuchtkraft seiner Farben. Verwischungen der Farbe sind nie inhaltlich, kontextuell zu verstehen, sondern immer chromatisch assoziativ.
Alle drei Künstler arbeiten raumbezogen: Wie Elisabeth Sonneck und Andreas Barth in der Ausstellung Die niederländische Savanne 2011/12 im Staatlichen Museum Schwerin oder Matthias Kanter in seinen großformatigen Leinwandarbeiten.
Claudia Schönfeld

Scapes

mit Werken von Thomas Fissler, Peter Klitta, Mike Strauch und Juhana Moisander
verlängert bis zum 16. September 2012
Vernissage am Freitag, dem 15. Juni 2012, um 18 Uhr
Fr 14 - 18, Sa 12 - 16 Uhr, sowie jederzeit nach Absprache
Scapes
Scapes ist ein etymologisch inkorrektes Wortspiel über Aspekte der Landschaft. Natürlich steckt Scapes in der englischen Landschaft – Landscape, obwohl es hier to shape – formen, bilden verpflichtet ist. Eigentlich entstammt Scape dem lateinischen Scapus – Blütenstiel, der in seiner Reinform auch im Englischen ein Stängel bar jeglicher Blätter ist. Organisches Material, wie es sich üppig wimmelnd in Mike Strauchs paradiesischen Landschaftsstücken wiederfindet. Sonnenbestrahlte, azurblaue Landschaften mit Kühlung bietenden Pools und weißen Gebäuden, die als Bildmotiv den Traum einer jeden Werbeagentur wiederspiegeln – DreamScapes bar jedweder Menschen. Sie sind romantische Versprechen im eigentlichen Wortsinn – unerreichbar – und thematisieren so die Flucht des modernen Menschen in eine Traumlandschaft, Eskapismus in eine heile Welt ewigen Sommers. Auch in dem englischen Wort eScape steckt die Silbe –scape, obwohl eScape dem französischen échapper – aus der Hand gleiten nicht erst seit der Französischen Revolution entsprungen ist.
Mike Strauchs Arbeiten kontrastieren zu den Werken von Juhana Moisander. In seinen Installationen, Videoarbeiten und Fotographien beschäftigt der finnische Künstler sich mit Vergänglichkeit und der Gegenwart des Vergangenen. Verstorbene, Legenden oder vergangene Ereignisse erfahren durch ephemere Projektion eine physisch flüchtige Präsenz (échappante), die die Gegenwart des Ortes bestimmt. Diese Spektren, die dem Auge des Betrachters zu entgleiten drohen, determinieren die Atmosphäre des Raumes, die auf diese Weise zwischen warmer Vertrautheit und dunklem Grauen oszilliert. In der Serie kiiras manifestiert Moisander die Präsenz des Todes in der finnischen Landschaft als Übergang oder Purgatorium zwischen den Welten. In der Arbeit meeting erwartet der Protagonist den verschwommen herannahenden Tod in einer schneebedeckten Landschaft, die sich in Nichts aufzulösen scheint – Landschaft als Spiegel menschlicher Existenz.
Auch Peter Klitta thematisiert in seiner Serie Eis Menschen, die in eisiger Landschaft agieren. Er greift in seinen Arbeiten auf Fotographien historischer Expeditionen in Gebiete zurück, die ihre Teilnehmer an den Rand ihrer Existenz führten. Diese Eislandschaften – IceScapes sind Metaphern menschlichen Daseins, dessen Wesen intrinsisch von der Isolation des Individuums geprägt ist. In eisiger Umgebung wird die Fragilität des Lebens offenbar. Peter Klitta vermag es, in brillanter Weise die Materialität von Wasser in allen Aggregatzuständen wiederzugeben, und diese beinahe haptische Präsenz, metaphorisch zu nutzen.
In der englischen Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine Nomenklatur für bie unterschiedlichen topographischen Bedingungen: CityScapes, SeaScapes oder auch luftige CloudScapes – IceScapes gehörten noch nicht dazu. Man verzichtete auch der Einfachheit halber des Öfteren auf das Präfix und sprach – etymologisch inkorrekt – von Scapes. Heute wird das Suffix in verschiedensten Kombinationen genutzt, wie DigiScapes, RuneScapes, PhotoScapes usw. In der Ausstellung Scapes verkörpern Thomas Fisslers Stereodisplays im wörtlichen Sinn die Doppeldeutigkeit der LandScape, in dem es sie de facto zweimal gibt. Erst der Blick durch die Stereoskopiebrille ermöglicht es dem Betrachter, die Gesamtheit der virtuellen Räume des Künstlers wahrzunehmen. Durch die Kombination digitaler und hyperrealistisch, präzis wiedergegebener oder bewusst verzerrter Elemente von tatsächlichen Landschaften oder Objekten bilden sie virtuelle Welten, die den Betrachter gleichermaßen faszinieren wie durch ihre Verfremdung irritieren. Thomas Fisslers Werke sind Raumarbeiten, für die man den Begriff Spatial Scapes oder besser Virtual Scapes schaffen möchte.

Claudia Schönfeld

Kinderlieder - Matthias Kanter

29. 3. - 27. Mai 2012

Vernissage, am Donnerstag, den 29. März 2012, um 18 Uhr
Finissage, am Freitag, den 25. Mai 2012, um 18 Uhr

Galerie AG für zeitgenössische Kunst
Öffnungszeiten
Fr 14 - 18, Sa 12 - 16 Uhr,
sowie jederzeit nach Absprache

Kitchen Stories - Andreas Barth

13. Januar – 18. März 2012
Vernissage am Freitag, dem 13. Januar 2012, um 18 Uhr
Midissage am Freitag, dem 24. Februar 2012, um 18 Uhr

Galerie AG für zeitgenössische Kunst
Fr 14 - 18 Uhr, Sa 12 - 16 Uhr
Sowie jederzeit nach Absprache
+49 (0) 163 3254 781


Kontextuell knüpft Andreas Barth an seine Arbeiten der frühen 2000er Jahre an. Für seine Collagen House & Garden 70ies Colors aus dem Jahr 2006 verwand der Künstler vorgefertigte Farbstreifen eines New Yorker Einrichtungshauses – Farb- Ready mades.
Ein jeder Farbstreifen besitzt drei verschiedene Oberflächen. So variieren die Streifen nicht im Farbwert sondern in ihrem Valeur, in ihrer Intensität Licht, oder vielmehr elektromagnetische Wellen und damit Energie zu reflektieren. Andreas Barth ordnet diese im weißen Raum des Blattes gemäß der inerten Gesetze der Farbe: dem Blau wird sein Komplementär im orangen Farbstreifen gegenübergesetzt, die minimale Variation in der Nuancierung wird durch den entsprechenden Farbkontrast gesteigert oder reduziert, die Form ponderiert die Harmonie der Komposition im Raum. Jede Collage ist in sich Ausdruck vollkommener Perfektion, deren einzelne Farbstreifen nur an dieser einen Stelle existieren können und evident den anderen verlangen.

Andreas Barth arbeitet in Dyptichen, „Zweiklängen“ und Rauminstallationen.
Im Gegensatz zu seinen frühen Streifenbildern, die eine haptische Faktur, eine greifbare Materialität der Farbe zeigten und Farbe als materielle Substanz zum eigentlichen Bildinhalt machten, konzentriert sich Barth heute auf den reinen Farbklang, in dem er die Bildoberflächen von jeglichem malerischen Duktus und greifbarer Materialität befreit. Die Nutzung industriell vorgefertigter Farben setzte Ralph Weingart bereits in den Kontext zu Duchamps objêts trouvés – couleurs trouvées.
Andreas Barths konzeptueller Ansatz konkreter Farbmalerei manifestiert sich in Material und Technik. Die industriell vorgefertigten Farben werden mit Farbrollen in mehreren Schichten aufgetragen, um eine höchstmögliche Homogenität der Farbe auf der Leinwand zu erreichen. Der künstlerische Akt besteht in der Auswahl und im Verhältnis, in Relation und Proportion: Farbklang und Farbmenge.
Claudia Schönfeld

modular - Mike Strauch


14. Oktober - 16. Dezember 2011

Vernissage am Freitag, den 14. Oktober 2011, um 18:00
Finissage am Freitag, den 16. Dezember 2011, um 17:00

Galerie AG für zeitgenössische Kunst
Fr 14 - 20 Uhr, Sa 12 - 18 Uhr
Sowie jederzeit nach Absprache
+49 (0) 163 3254 781


Landschaft – Natur ist für Mike Strauch weiterhin zentrales Thema seiner Arbeiten. In seinen Werken verbindet er Erfahrungen aus seiner mecklenburgischen Umgebung mit den Eindrücken einer virtuellen Welt. Erinnerungen aus seinen Studienaufenthalten in Italien und den USA paart der Künstler mit den Möglichkeiten der Computertechnologie: Durch Google Earth und Google Street View ist der moderne Mensch virtuell in der Lage, diese Orte zu bereisen.
Mike Strauch bedient sich dabei als Maler der Techniken der Google-Navigation: Das virtuelle Auge gleitet in Gigabyte-Geschwindigkeit an Orten vorbei, bevor es auf ein Detail fokussiert. Google Earth ermöglicht es, sowohl einen einzelnen Punkt heran zu zoomen sowie sich in schwindelerregender Geschwindigkeit von diesem und der Erde zu entfernen. Der Künstler geht hier Fragen nach, wie der Mensch sich selbst, die Natur in einer Umgebung steriler Reizüberflutung wahrnehmen und erleben kann.
Aus Modulen atmosphärischer mecklenburgischer Landschaft, virtueller Reiselust, analytisch-experimentellem Untersuchungen und eigenständiger, abstrakter Malerei definiert Mike Strauch Landschaftsmalerie im 21. Jahrhundert neu.
Claudia Schönfeld

Curator's Choice: Farbe

verlängert bis zum 24. September 2011
Galerie AG für zeitgenössische Kunst
Fr 14 - 20 Uhr, Sa 12 - 18 Uhr
Sowie jederzeit nach Absprache
+49 (0) 163 3254 781
Wir möchten Sie herzlich zu unserer neuen Austellung mit Werken von Andreas Barth, Matthias Kanter, Peter Klitta und Mike Strauch in unsere Räume am Ziegenmarkt in Schwerin einladen.

Sommerfest - Summerparty im Atelier Strauch und Kanter in Friedrichshagen am 27. August ab 16:00 open end!

Das Prinzessin Projekt

Dorit Bialer als Gast der Galerie AG für zeitgenössische Kunst im Rahmen des Filmkunstfestivals Schwerin 2011
2. Mai - 12. Mai 2011
täglich 15:00 - 18:00
Die junge israelische Künstlerin Dorit Bialer ist im Rahmen des 21. Filmkunstfests Gast der Schweriner A.G. Galerie für zeitgenössische Kunst. Sie präsentiert dort ihr Werk Das Prinzessin Projekt. Althergebrachten Märchen, verpackt in modernen, mediengängigen Walt Disney Produktionen vermitteln auch heute noch anachronistische Vorstellungen der Geschlechterrollen. Sie prägen unsere unwiderrufliche frühkindliche Entwicklung. Dorit Bialer entlarvt Märchenideale als antiemanzipatorische Zwangsjacken und nutzt dafür ironisch das Medium von Stickarbeiten, die gleichsam Sinnbild der „tugendhaften, stickenden Jungfrau“ darstellen. Die Künstlerin stickt jedoch ihrer Prinzessin als Krone ein Paar niedliche Mini Mouse-Ohren an.

Die 1982 in Tel Aviv geborene Künstlerin lebt und arbeitet (auch als Grafik Designerin) in Berlin. Dorit Bialer graduierte 2009 an der Bezalel Academy of Arts & Design in Jerusalem. In ihren Arbeiten beschäftigt sich die Künstlerin unter anderem kritisch, humorvoll und pointiert mit der Situation der Frau, der politischen Realität Israels und des nahen Ostens.

Die Ausstellung wird am 2. Mai, um 20.00 Uhr eröffnet. Die Laudatio hält Claudia Schönfeld, Kuratorin der A.G. Galerie für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung ist bis zum 12. Mai von 15.00-18.00 Uhr zu sehen.